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Sollten deine Preise sichtbar sein? Was versteckte Preise kosten

Einen Besucher zu zwingen, nach dem Preis zu fragen, heißt, ihm eine Aufgabe zu geben, die die meisten einfach überspringen.

Was es ist

Dieser Check prüft, ob eine Seite, die eindeutig etwas verkauft, ihre Preise auch sichtbar oder leicht auffindbar macht – statt einen Besucher zu zwingen, ein Formular auszufüllen oder direkt Kontakt aufzunehmen, nur um zu erfahren, was etwas kostet. Das gilt natürlich nicht für jede Seite oder jedes Geschäft – manche Produkte brauchen wirklich ein individuelles Angebot, und das ist ein legitimer Grund, mit Preisen anders umzugehen.

Bei diesem Check geht es eigentlich um Absicht: Ist das Verstecken von Preisen (falls sie versteckt sind) eine bewusste Entscheidung, die zu diesem konkreten Geschäft passt, oder einfach ein Versehen, weil nie eine Preisseite erstellt oder verlinkt wurde?

Warum es wichtig ist

Bei den meisten alltäglichen Produkten und Dienstleistungen weckt ein versteckter Preis keine Neugier – er erzeugt Reibung, und Reibung kostet Kunden. Ein Besucher, der ein paar Optionen vergleicht, füllt in der Regel ungern ein Kontaktformular aus, nur um an einen Preis zu kommen, wenn ihm die Seite eines Mitbewerbers den Preis direkt zeigt – viele gehen einfach weiter, statt diesen zusätzlichen Schritt zu machen.

Es gibt legitime Ausnahmen – wirklich individuelle oder stark schwankende Preise (große B2B-Verträge, maßgeschneiderte Dienstleistungen) können durchaus ein Gespräch statt einer festen Zahl erfordern – aber solche Fälle sind seltener, als der Instinkt „Preise verstecken, um Anfragen zu fördern" vermuten lässt, und dieser Instinkt geht meistens nach hinten los.

So behebst du es

  1. Prüfe ehrlich, ob deine Preise einfach genug sind, um sie direkt zu zeigen – ein Festpreis, ein paar klare Stufen oder ein „ab"-Preis funktionieren alle gut, wenn man sie offen zeigt.
  2. Falls ja, füge einen gut sichtbaren Preisbereich oder eine eigene Preisseite hinzu, die prominent in deiner Hauptnavigation verlinkt ist.
  3. Wenn die Preise wirklich zu stark schwanken, um eine Zahl zu nennen (individuelle Projekte, Enterprise-Deals), gib zumindest eine grobe Größenordnung an („Projekte starten meist ab...") statt gar keine Information zu geben.
  4. Sorge dafür, dass eine Preisseite leicht von der Startseite aus zu finden ist – versteckte Preisinformationen sind fast so wirkungslos wie fehlende Preisinformationen.
  5. Führe deinen Launch-Readiness-Check erneut aus, um zu bestätigen, dass Preissignale jetzt erkannt werden, falls das für dein Geschäft relevant ist.

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