Technik

Warum Suchmaschinen deine Seite als leer wahrnehmen könnten

Eine Seite kann in deinem Browser völlig normal aussehen und Suchmaschinen trotzdem fast nichts zu lesen geben.

Was es ist

Dieser Check prüft, wie viel tatsächlich sichtbarer Textinhalt eine Seite in ihrem zugrunde liegenden HTML liefert — dem Rohmaterial, das Suchmaschinen und andere automatisierte Tools lesen, bevor irgendein JavaScript auf der Seite die Chance hatte zu laufen und Inhalte nachzufüllen. Eine Seite gilt hier als "praktisch leer", wenn dieser Rohinhalt minimal ist oder ganz fehlt, selbst wenn die Seite völlig normal und voller Inhalt wirkt, sobald sie in einem Browser fertig geladen ist.

Diese Lücke zwischen dem, was ein Browser letztlich anzeigt, und dem, was zu Beginn vorhanden ist, tritt häufig bei Websites auf, die mit bestimmten modernen Website-Frameworks gebaut sind, bei denen der Inhalt erst nach dem ersten Laden der Seite per JavaScript erzeugt wird, statt von Anfang an enthalten zu sein.

Warum es wichtig ist

Die meisten Suchmaschinen können JavaScript ausführen und sehen die vollständig geladene Version einer Seite oft irgendwann — aber nicht immer, nicht sofort und nicht mit unbegrenzter Geduld. Eine Seite, die vollständig auf JavaScript angewiesen ist, um überhaupt irgendeinen Inhalt zu zeigen, geht ein unnötiges Risiko ein, wie zuverlässig sie gelesen, gecrawlt und indexiert wird, verglichen mit einer Seite, die von der allerersten Antwort an echten, lesbaren Inhalt liefert.

Es ist auch ein nützliches Frühwarnsignal für einen Fehler statt einer Designentscheidung — eine Seite, die eigentlich Inhalt zeigen soll, aber in ihrem rohen HTML fast nichts zurückgibt, deutet manchmal darauf hin, dass etwas serverseitig still fehlschlägt, nicht nur, dass das Design langsam lädt.

So behebst du es

  1. Sieh dir den rohen HTML-Quelltext deiner Seite an (Rechtsklick → "Seitenquelltext anzeigen", das zeigt, was ausgeliefert wird, bevor JavaScript läuft), und prüfe, ob dein Hauptinhalt dort tatsächlich in Textform erscheint.
  2. Fehlt er im Rohquelltext, ist aber in der normalen Browseransicht sichtbar, wird dein Inhalt wahrscheinlich vollständig per JavaScript nach dem Laden der Seite erzeugt.
  3. Nutzt du ein modernes JavaScript-Framework, schau dir Optionen wie "Server-Side Rendering" oder "Static Site Generation" an — diese erzeugen eine Version der Seite, die bereits echten Inhalt enthält, statt sich rein darauf zu verlassen, dass der Browser sie aufbaut.
  4. Ist das unerwartet (du hast die Website nicht so gebaut, dass sie so funktioniert), prüfe auf einen Serverfehler oder einen fehlgeschlagenen Build-Schritt, der dazu führen könnte, dass die Seite ohne den vorgesehenen Inhalt gerendert wird.
  5. Führe deinen Launch-Readiness-Check nach den Änderungen erneut aus, um zu bestätigen, dass jetzt echter Inhalt im rohen HTML der Seite erkannt wird.

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