Technik

Was ist eine Redirect-Kette (und warum bremst sie deine Website aus)?

Jeder zusätzliche Zwischenschritt zwischen dem angeklickten Link und der final geladenen Seite kostet spürbar Zeit.

Was es ist

Eine Weiterleitung ist ein automatischer Umleitungsschritt — ein Besucher ruft eine Adresse auf, und der Server schickt ihn stattdessen woanders hin, meist unsichtbar und in Sekundenbruchteilen. Eine "Redirect-Kette" entsteht, wenn das mehrfach hintereinander passiert: Adresse A leitet zu Adresse B weiter, die wiederum zu Adresse C weiterleitet, bevor der Besucher endlich bei der eigentlichen Seite ankommt. Jeder dieser Sprünge ist eine eigene Hin-und-her-Anfrage zwischen dem Browser des Besuchers und deinem Server (oder deinen Servern).

Solche Ketten entstehen meist schleichend über die Zeit — eine Seite wird verschoben, Monate später noch einmal verschoben, und niemand aktualisiert die ursprüngliche Weiterleitung so, dass sie direkt zum finalen Ziel zeigt. Die alten Links funktionieren technisch weiter, aber nur, weil sich Sprung um Sprung aufstapelt.

Warum es wichtig ist

Jeder Sprung in einer Kette verzögert, bevor der Browser überhaupt anfangen kann, die eigentliche Seite zu laden — bei einer langsamen Mobilverbindung können zwei oder drei zusätzliche Sprünge den Unterschied zwischen einer Seite ausmachen, die sofort da ist, und einer, die zäh wirkt. Auch Suchmaschinen müssen derselben Kette folgen, und sehr lange oder sich im Kreis drehende Ketten können dazu führen, dass ein Crawler aufgibt, bevor er deinen eigentlichen Inhalt überhaupt erreicht — das kann leise schaden, wie gut diese Seite indexiert wird.

Ketten sind außerdem anfällig: Bricht irgendwo in der Mitte ein einzelnes Glied ab (eine Domain läuft ab, eine Regel wird falsch konfiguriert), landet jeder Besucher, der dieser Kette folgt, in einer Sackgasse statt auf deiner Seite.

So behebst du es

  1. Finde deine Weiterleitungen: Schau in deinem Hosting-Kontrollzentrum, in deiner .htaccess-Datei (Apache), deiner _redirects-Datei (Netlify) oder den URL-/Weiterleitungseinstellungen deines CMS nach der Liste der aktuellen Regeln.
  2. Verfolge, wo alte Links tatsächlich landen, indem du einen davon in einem Browser öffnest und beobachtest, wie sich die Adressleiste ändert — ändert sie sich mehr als einmal, bevor sie sich "beruhigt", ist das eine Kette.
  3. Ändere die erste Weiterleitung in der Kette so, dass sie direkt auf die endgültige, echte Zieladresse zeigt, und überspringe dabei alle Adressen dazwischen.
  4. Entferne alle Weiterleitungsregeln, die nicht mehr gebraucht werden, sobald nichts mehr darauf verweist.
  5. Prüfe nach der Aktualisierung ein paar deiner ältesten oder am häufigsten geänderten Seitenadressen erneut, um zu bestätigen, dass jede jetzt in nur einem Sprung weiterleitet.

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